Durch einen Zufall bin ich an die Schmittmannschmiede in Nieder Ense gestoßen. Sie bietet mehr Platz als meine Stammschmiede und ist ein Ort mit Geschichte. Ursprünglich sollte sie als „lebendiges Museum“ betrieben werden und wurde darum liebevoll zurückgebaut auf einen Erhaltungsstand 1950-1965. Leider ist durch ein tragischen Schicksalschlag der Besitzer und damit Betreiber verstorben. Ich denke in diesem Sinne ist die Wiederbenutzung der Schmiede als solche, und die Schulung von Schmieden in diesem Haus doppelt schön – so kann seine Idee am Leben gehalten werden.

Ursprung im Jahre 1650:
Die lange Geschichte meiner Hacheschmiede

Die Schmiede wurde im Jahr 1923-24 gebaut und diente ursprünglich der Reperatur wie auch Neuanfertigung von landwirtschaftlichen Geräten. Die Wurzeln der Schmiede liegen aber tiefer. Eine vorherige Schmiede stand ein wenig weiter die Straße herunter und wurde erstmals 1650 urkundlich erwähnt. Die Lage der Schmiede ist aus heutiger Sicht untypisch, allerdings verlief hier früher direkt die Handelsstraße nach Bremen herunter, also war die Schmiede früher eine Art „Tank und Rast“.

Karte: Hier finden Sie die Hacheschmiede

Meine Ausrüstung

Jetzt verfüge ich über zwei Essen, sieben Ambosse (also vier zum Einsatz), zwei elektrische Schmiedehämmer und eine funktionstüchtige Transmission, die meine Standbohrmaschine antreibt. Eine Bohrmaschine von 1890 ist auch noch in Betrieb, genauso wie die Drehmaschine von 1926, die noch für die Ersatzteilfertigung von Schmiedebedarf eingesetzt wird.

Zur Schmiede gehört auch eine voll ausgestattete Holzwerkstatt, die für die Griffmontage an den Messern verwendet wird.

Seit Ende 2015 bin ich auch Eigentümer sämtlichen Inventars der Schmiede

Hacheschmiede – ein Name mit Bedeutung

Der Name meiner Schmiede hat eine ganz besondere Bedeutung für mich. Meine Schmiede wurde an der Hache, einem Fluß bei Syke (Bremen) gegründet. Weil ich zu meinen Wurzeln stehe, wird meine Schmiede auch weiterhin so heißen.